Lange hat die Gemeinde darauf gewartet: Das rund 1000 Quadratmeter große Areal auf dem Waldfriedhof Oberrad ist das erste rumänisch-orthodoxe Grabfeld in Deutschland. Für den Pfarrer ist die neue Friedhofsfläche auch ein soziales Projekt.
Lange hat die Gemeinde darauf gewartet. Die rumänisch-orthodoxe Kirche hat nun eine Friedhofsfläche von der Stadt erhalten. Das rund 1000 Quadratmeter große Areal auf dem Waldfriedhof Oberrad ist das erste rumänisch-orthodoxe Grabfeld in Deutschland.
„Wir versuchen den Wünschen der Bürger Rechnung zu tragen. Alle Religionsangehörigen haben das Recht, auf kommunalen Friedhöfen bestattet zu werden“, sagte Harald Hildmann von der Friedhofsverwaltung bei der symbolischen Übergabe am Freitag. „Es ist erfreulich, wenn Menschen sich um Gräber kümmern möchten.“ Mit der schriftlichen Vereinbarung ist die Fläche für die rumänisch-orthodoxe Gemeinde reserviert worden. Dabei gelten gleiche Nutzungsrechte und Gebühren wie zuvor.

„Dieser Schritt kommt keinen Augenblick zu früh“, sagte der rumänisch-orthodoxe Pfarrer Stefan Anghel, der die Gemeinde seit 1997 leitet. Die Bestattungskultur befände sich in einer Krise. Durch die Friedhofsfläche hofft Anghel die orthodoxe Bestattungstradition aufrechtzuerhalten. Charakteristisch ist hierfür die Erdbestattung mit einem nach Westen ausgerichteten Kreuz. Der Blick des Verstorbenen zeigt dabei nach Osten.
Geweiht wurde die Fläche von Athenegoras Ziliaskopolos, Pfarrer der griechisch-orthodoxen Diözese für Deutschland. Dieser freute sich über die Entscheidung Anghels, die Fläche für rund 150 Grabplätze mit allen Orthodoxen zu teilen. „Wir bleiben zwar zuständig, aber wir möchten, dass alle Orthodoxen daran teilhaben, ob griechisch, russisch oder serbisch“, sagte Anghel.
Für den Pfarrer ist die neue Friedhofsfläche auch ein soziales Projekt, da Gemeindemitglieder Gräber pflegen könnten, wenn es keine Angehörigen mehr gebe. Rund 400 rumänische Familien zählt die Gemeinde, die im März den Integrationspreis der Stadt Offenbach erhalten hat, zu ihren Mitgliedern. In den kommenden Monaten soll ein orthodoxes Denkmal auf dem Platz entstehen.

   

„Wir machen unser Engagement für Offenbach sichtbar“ lautete das Motto des Tages der offenen Türen von vier Organisationen der Bevölkerung aus Rumänien und Bulgarien.
Rumänisch-Orthodoxe Kirchengemeinde St. Nikolaus e.V.
Sichtlich beeindruckt zeigte sich Stadrat Stefan Färber beim Betreten des Kirchensaals der Rumänischen Gemeinde in der Backstraße. Gemeinsam haben die Mitglieder der Gemeinde die Werkhalle einer ehemaligen Dachdeckerfirma mit prachtvollen Gemälden gestaltet. Die Gemeinde hatte das Gelände 2001 erworben, nachdem sie die Kapelle der Isenburger Schlosses nicht mehr nutzen konnten. Dort hatte sie über 20 Jahre Gottesdienst gefeiert. "Typisch Offenbach", meinte Färber, der die Veranstaltung in Vertretung von Stadtrat und Integrationsdezernent Dr. Felix Schwenke eröffnete, "dass sich vieles erst auf den zweiten Blick erschließt." Eine solche Pracht habe er in dem unscheinbaren Gebäude nicht vermutet. Andererseits kaum überraschend, schließlich habe er die Gemeinde bereits als überaus engagiert erlebt. Für ihre Arbeit, vor allem die Integration der rumänischen Zuwanderer unterschiedlicher sozialer Schichten in Offenbach, wurde die Gemeinde 2015 mit dem Integrationspreis der Stadt Offenbach ausgezeichnet.

2015.04.04 LMU logo Diese Fakultät ist ein Segen für uns Christen im deutschsprachigen Raum. Sowohl für die Vorbereitung orthodoxer Kleriker und Theologen als auch für den Dialog mit den anderen Theologien und Wissenschaften. Studierende, die den „Studiengang Orthodoxe Theologie" wie auch den „Studiengang für Orthodoxe Theologie als Bachelor - Nebenfach", auswählen möchten, können hier die ersten Informationen finden an Internet Seite des LMU - Orthodoxe Theologie.