Gott hinter Gittern. Mein Weg vom Straftäter zum Ikonenmaler

 

Ein außergewöhnliches Buch! Es läßt das Geschick eines Menschen miterleben, dem die Tiefen von Schuld, Frust und Resignation ebensowenig fremd sind wie die aus eigener Hilflosigkeit geführte Umkehr zu Gott und zu Menschen, die Kraft des Gebetes und die Erleichterung, die ein erneuertes Leben schenkt. Gnade wird greifbar, geradezu ablesbar.

Denn die Schilderung des Lebens ist durchwoben durch das Mühen, Ikonen zu malen: zunächst, um die freie Zeit sinnvoll zu nutzen, um interessante Techniken zu lernen, um im Gefängnisalltag nicht zu versumpfen, dann aber allmählich in der Erkenntnis, dass Ikonenmalerei ein heiliges Handwerk ist, dass ohne Gebet und religiöses Leben die eigentliche Dimension nicht freigibt, Heiliges zu vergegenwärtigen. Ikonen sind sichtbare Verkündigung. Mit den beharrlichen Versuchen der Malerei, oft erschwert durch die Erfahrung eigener Unfähigkeit, steigerte sich langsam das Gebet im ständigen Ringen mit Gott. Der Weg mit Gott führt von Station zu Station. Jede ist wertvoll, aber noch nicht das Ziel. Wer sich jedoch auf den Weg macht, dessen Leben ist auf Hoffnung gestellt: Gott führt zum Ziel, wenn ein Mensch sich ihm nicht verweigert. Denn Gott bleibt seinem Heilswillen treu. Er übt Nachsicht und Erbarmen.

Das Buch schenkt Ermutigung, den Umkehrruf Jesu Christi zu hören und den Weg geistlicher Erneuerung trotz mancherlei Schwierigkeiten zu gehen. Es ist ein Weg in die Freiheit. Weder Gitter noch andere Hindernisse halten die rettende Gegenwart Gottes auf.

(aus dem Vorwort von Weihbischof Josef G. Plöger)

Das Buch befindet sich in unserer Gemeindebibliothek und kann mithilfe eines Benutzerkontos ausgeliehen werden. 

FOCS

Forum für Christliche Spiritualität in Kultur  und Bioethik

Liebe Focs-Interessenten,

ANDERS als im Mai versprochen findet unser

  1. Gespräch am Dienstag, dem 3. Oktober 2017

Statt, also nicht erst am 31. Oktober, wie ich damals schrieb. Ich bitte für diese Verwirrung um Verzeihung, - ich habe einfach die verschiedenen Bedürftnisse unserer verschiedenen Gesprächspartner nicht richtig koordiniert.

Also

  1. Oktober!

Thema:

Orthodoxe Mission: Soll das? Geht das? Ein Erfahrungsaustausch.

 

Und das alles wieder in der Rumänischen Nikolauskirche in Offenbach.

Focs feiert dann sein 25. Jubiläum. Zeit für eine Verjüngungskur.

Die bisherigen Treffen waren stark Theorie-lastig, Texte-lastig, und Leiter-lastig. Seit Herman Engelhardt nicht mehr so viel reisen konnte, hieß das: Cornelia-lastig. Auch Cornelia wird aber irgendwann mal „aus-altern.“ Beim letzten Treffen hat jemand gesagt: „Wo findet denn die Ökumene unserer Kirche in Deutschland statt? Ab und zu mal am Sonntag der Orthodoxie, oder bei der Kreuzverehrung in Limburg, ständig in der Spyridon-Skite mit Einsiedelei, und sonst --- bei den Focs-Treffen.“ Das hat mich aufgeschreckt. Tatsächlich müssen wir dafür sorgen, daß Focs in neuer Weise am Leben bleibt, auch wenn ich, und womöglich dann auch der missionarische Fokus auf einer bioethischen Zeitschrift, mal nicht mehr aktuell sind.

Noch ist es nicht so weit, also keine Hektik. Aber wir können mal ausprobieren, wie sich die vielen Ressourcen, die unsere Teilnehmer selbst mitbringen, besser zum allseitigen Gewinn einsetzen lassen. Im Gespräch mit unseren drei Hirten, Erzpriester Johannes Nothhaas, Priester Stefan Anghel und Priester Vladimir Bayanov, hat sich für das diesjährige Herbst-Treffen das Thema Mission herauskristallisiert. Das ist ein großer und dorniger Aufgabenbereich, und vermutlich müssen wir mehrere Treffen daransetzen. Diesmal sollen zwei Aspekte im Mittelpunkt stehen: 1. Missionieren Orthodoxe überhaupt? Das wird ja nicht überall bejaht. 2. Wie müssen wir Orthodoxen an uns selbst arbeiten, damit wir uns die Aufgabe einer Mission überhaupt zutrauen dürfen.

Dabei soll diesmal der Austausch von Erfahrungen im Mittelpunkt stehen. Wir haben einige ganz kurze Impulsreferate von Teilnehmern eingeladen, darüber hinaus freuen wir uns auf die eigenen Beiträge aller Focs-Gäste. Ich versuche, mich aufs Moderieren und gelegentliche Begriffsklären zu beschränken. Dafür, daß Sie dieses Mal nicht mit Texten bombardiert werden, hoffe ich, daß Sie sich zu den Themen unserer Sitzungen Gedanken machen und Notizen mitbringen.

Gemeinsam mit den Vätern freue ich mich schon auf unser Treffen und hoffe auf frühe Anmeldungen, die es möglich machen könnten, Fahrgelegenheiten zu koordinieren. Wer gerne kommen würde, wenn es ein Auto gäbe, das ihn mitnimmt, möge sich frühzeitig mit mir in Verbindung setzen.

Ihre

Cornelia Hayes

 

Seit Ostern habe wir angefangen die ersten Gottesdienste auf Youtube Live zu streamen. Nach anfänglichen Startschwierichkeiten (Ton- und oder Video Problemen) konnten wir diese erfolgreich beseitigen. Wir bekamen darauf viel positives Feedback von der Gemeinde und von Pfr. Stefan Angel.

 Auf außdrüklichen Wunsch von Vorstands Mitglieder und Pfr. Stefan Angel werden wir zukünftig regelmäßig den Gottesdienst Live übertragen.

Die nächsten Übertragungstermine  auf unseren Kanal (Parohia Ortodoxa Romana Offenbach am Main) finden wie folgt statt:

  • 21.05            Heilige Konstantin und Helena
  • 25.05            Christi Himmelfahrt
  • 28.05            Heilige Salbung und Heilige Messe

 Das 24-te Treffen des Forums für orthodoxe Kultur und Bioethik (FOCS) hat am Montag, dem 1 Mai, erstmalig in unseren Räumlichkeiten in der Backstrasse 10, Offenbach am Main stattgefunden. Thema war:  „Wie christlich ist die „soziale Gerechtigkeit?”

Eröffnet wurde das Treffen mit einer netten Kaffe/Tee/Kuchen und Wilkommen Runde. Die FOCS Initiatorin und Organisatorin Frau Cornelia Hayes gab eine kurze Einführung in die Bedeutung dieses Themas für das Selbstverständnis orthodoxer Christen, die in einer nicht orthodoxen Umwelt lebe. Anschließend hat Frau Hayes über Quellen „Sozialer Gerechtigkeit” in der christlichen Tradition (Neues Testament, Basilius der Große, Johannes Chrysostomos, W. S. Solowjow, S. Bulgakov) und in einer zweiten Sitzung über die "Soziale Gerechtigkeit im säkularen Pluralismus"(J. Rawls, J. Habermas, H.T.Engelhardt Jr.) vorgetragen.

Jedem Vortrag folgte eine lebendige Diskussion. Neben Erzpriester Johannes Nothhaas (Mainz), Priester Stefan Anghel (Offenbach) und Erzdiakon Martin Lissman (Köln) haben viele andere Teilnehmer durch sehr gute Beiträge zur Lebendigkeit und Fruchtbarkeit der Diskussionen beigetragen.

Es folgte eine Pause für das Abendessen. Dieses wurde von Frau Hayes mit einem Toast auf Ihren Mentor H.T. Engelhardt Jr eröffnet. Danach hat Frau Hayes unseren Dank an den Gastgeber, Vater Stefan,  an alle Teilnehmer und Organisatoren ausgesprochen. Vater Johannes, als Mitbegründer und jahrelangen Förderer der Focs -Treffen, hat einen Toast auf Frau Cornelia Hayes ausgesprochen, die seit Jahren unermüdlich, professionell  und hoch kompetent die Diskussionen vorbereitet und moderiert.

Nach dem Abendessen, als perfekt passende Ergänzung zu dem Thema „Gerechtigkeit im Gesundheitswesen“  haben Vater Stefan und Herr Ionut Plenz über die  Aktivitäten, die Erfolge und Probleme sowie die Finanzierung der Rumänisch-Orthodoxe-Diakonie in Offenbach am Main berichtet. Es wurde diskutiert über die Möglichkeiten andere Interessenten für diakonische Arbeit zu gewinnen (mehr über die Ortodoxe Diakonie hier: http://www.orthodoxe-diakonie.de/de/ )

Es war ein rundum gelungener Abend, mit interessanten Vorträgen und Diskussionen, in einer herzlichen Atmosphäre.

Das nächste FOCS-Treffen findet im Oktober statt. Das genaue Datum und Ort werden rechtzeitig bekannt gegeben.